Krampus

Krampus und Nikolaus.

So unterschiedlich wie Tag und Nacht, und jedoch verbinden wir den einen Charakter mit dem Anderen. So wie Licht und Schatten. Lüge und Wahrheit. Ohne dem Einen, würde der Andere nicht existieren. Eine weitere Assoziation wäre „Gut und Böse“. Ich bin der Meinung, dass ein Mensch prinzipiell immer „gut“ ist. Tief im Inneren will ein Mensch nur Gutes tun. Und genau das, sollen unsere Masken darstellen. Das „böse“ und schwarze Aussehen und die „guten“ und bunten Charakterzüge im Inneren.

Die Maske an sich, soll das Böse in uns symbolisieren, unsere Fehler. Der bunte Teil im Inneren, zeigt jedoch, dass in jedem von uns, auch wenn es noch so versteckt ist, dass es in jedem Menschen etwas Gutes gibt. Etwas, das jemanden anderen eine Freude macht, ein Lächeln schenkt. Vielleicht unsere Fähigkeiten und Talente.

Jeder Tag ist ein Geschenk, deshalb sollten wir ihn auch so nutzen. Egal wie schlecht wir uns heute verhalten haben, wie „böse“ wir waren, ob und in wie fern sich der „Krampus“ in uns durchgesetzt hat, morgen kommt der Nikolaus. Morgen ist ein neuer Tag. Morgen kann man vieles anders und auch besser machen.

Ich will jetzt nicht dazu motivieren, jeden Tag „Krampus zu spielen“, weil „ja eh morgen der Nikolaus kommt und alles gut ist“. Nein, überhaupt nicht. Aber wenn es mal zu der Situation kommen sollte, dass man einen schlechten Tag hatte, nicht so mit den Mitmenschen umgegangen ist, wie man es eigentlich vorhatte, dann, und genau dann, sollte man daran denken, dass morgen ein neuer Tag ist. Uns wird Tag für Tag eine neue Chance geschenkt, Gutes zu tun und diese sollten wir nutzen.

Ich habe mich dieses Jahr gefragt, ob der Krampus eigentlich noch so aktuell bei den Kindern ist, oder ob er nur ein Begleiter des Nikolaus‘ ist. Als ich noch ein kleines Kind war, sind die Jugendlichen als Krampus verkleidet, durchs Dorf gegangen und sind in die Häuser eingekehrt. Vergleichbar mit dem heutigen Halloween oder mit den Perchtenläufen. Ich habe ein bisschen recherchiert und bin draufgekommen, dass beide Traditionen den selben Hintergrund, den selben Grundgedanken haben. Nämlich, beide Veranstaltungen/Feste haben sich als Ziel gesetzt, das Böse zu verscheuchen, wegzutreiben. Und das wiederum, finde ich schön. Zusammen gegen etwas Böses „anzukämpfen“. Gemeinsam die Welt ein Stück weit besser zu machen.

Ich freue mich, dass wir, die Ministranten heuer wieder die Möglichkeit hatten, ein Adventfenster zu gestalten und somit unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten.

05.12.2016, binabina

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